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Video Podcast GEORGES BRAQUE
Georges Braque – Kubismus an Picassos Seite
Wer Braque nicht gesehen hat, kann so vieles was an Kunst sonst noch gezeigt wird, nicht verstehen. Mit über achtzig Werken von über fünfzig internationalen Leihgebern bietet das Bank Austria Kunstforum bis zum 1. März 2009 einen umfassenden Einblick in das beeindruckende Oeuvre des französischen Malers. Eine Chance, die sich in Mitteleuropa das letzte mal vor über zwanzig Jahren geboten hat und in Österreich noch gar nie.
Es begann, wie Malerei, die den Blick des Neuen fängt und wie dieses die gewohnte Sicht auf die Dinge verstellt, fast immer beginnt: Mit dem Wandel der Zeit. Mit dem Zusammentreffen künstlerischer Begabungen. Mit Bewunderung, Unverständnis und auch mit Ablehnung.
Vier Jahre nachdem George Braque aus der Normandie kommend in die Hauptstadt zieht, malt er Landschaften noch im impressionistischen Stil. Sein Einflussgebiet aber verändert sich. Er bewundert Matisse, Derain, Dufy und Friesz. Es vergehen keine zwei Jahre und er ist einer der ihren, der Fauves, der jungen Wilden. Braque pendelt zwischen dem Pariser Bezirk Montmartre, wo auch Picasso sein Atelier eingerichtet hat, und den südlichen Regionen am Mittelmeer. Dort, in der Provence, entstehen Braques erste fauvistische Landschaftsbilder reiner Farbe. Ab 1908 greift in seinen Bildern zusehends die Fläche Raum und Braques Entwicklung einer kubistischen Malerei beginnt. Seine ersten kubistischen Arbeiten, er will sie im Salon d'Automne in Paris ausstellen, werden von der Jury abgelehnt.
Braque "C'est ma femme" gibt Pablo Picasso der intensiven künstlerischen Zusammenarbeit Ausdruck, die in den darauf folgenden Jahren beginnt. Zusammen bringen sie mit der Stilrichtung des Kubismus die bahnbrechendsten Innovationen des noch jungen Jahrhunderts hervor.
Trotz intensiver Zusammenarbeit und Braques Innovationsgeist stand stets Picasso im Vordergrund. Das erklärt sich aus der Ökonomie der Aufmerksamkeit des Extrovertierteren der beiden Maler, auf künstlerischer Ebene rechtfertigt sich dieses Ungleichgewicht jedenfalls nicht, erklären Heike Eipeldauer und Caroline Messensee, die beiden Kuratorinnen der jüngsten Braque Retrospektive im Bank Austria Kunstforum in Wien. (wh)
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