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FRIDA KAHLO
RETROSPEKTIVE

1. September bis 5. Dezember 2010

Im Herbst 2010 präsentiert das Bank Austria Kunstforum die erste umfassende Ausstellung über Frida Kahlo in Österreich. Der Mythos der mexikanischen Künstlerin hat globales Format angenommen; Frida ist eine Ikone mit Starcharakter: Identifikationsfigur der mexikanischen Kultur, Vorreiterin der feministischen Bewegung, Marke einer großen Merchandising-Maschinerie, schillernd exotische Filmvorlage für das Hollywoodkino.

Kahlos Kunst ist untrennbar mit ihrer Vita verbunden. Gemälde und Zeichnungen sind nicht nur das Spiegelbild ihres durch körperliches und psychisches Leid geprägten Lebens – die Malerin litt ihr Leben lang an den Folgeschäden eines lebensgefährliche Busunfalls in ihrer Jugend – sondern ihr malerisches und zeichnerisches Œuvre zählt auch zu den komplexesten Kapiteln der Kunst der Zwischenkriegszeit zwischen Neuer Sachlichkeit und Surrealismus. In den 1920er Jahren entstehen feingezeichnete Selbstdarstellungen, orientiert am Figurenideal der Renaissancemalerei. Zu Beginn der 1930er Jahre malt sie die ersten surrealistischen Bilder: in kombinatorischer Strategie, beeinflusst von den Cadavres exquis, den spontanen Zeichnungscollagen der Surrealisten, mit denen Frida regen Kontakt pflegte, malt sie ikonografisch-vielschichtige Kompositionen, die ihrer inneren Welt entspringen. Um 1940 gewinnen Kahlos Selbstbildnisse an Expression. Anstelle des neutralen Blicks tritt das »autoritäre Auge«: Frida inszeniert sich wie eine »anbetungswürdige« Heiligenfigur, ihrer dominanten Ausstrahlung ist nicht zu entkommen.
 

Die Ausstellung Frida Kahlo Retrospektive umfasst etwa 60 Gemälde, 80 Zeichnungen und 20 Objekte, ergänzt durch eine repräsentative Auswahl von fotografischem Dokumentationsmaterial, das von Cristina Kahlo, Fridas Großnichte, zusammengestellt wird. Der Großteil von Kahlos künstlerischem Vermächtnis befindet sich in Mexiko, der Rest vorwiegend in den USA – aus öffentlichen und privaten Sammlungen dieser Länder kommen auch die meisten von Fridas Hauptwerken nach Wien. Angesichts der mangelnden Präsenz von Kahlo’s Œuvre in europäischen Sammlungen und der spärlichen Ausstellungsprojekte in Europa darf diese Schau als Sensation für Wien angesehen werden.

KuratorInnen: Ingried Brugger, Florian Steininger, Helga Prignitz-Poda

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Aiwasowski - Maler des Meeres 17.03.2011 – 10.07.2011

Iwan Konstantinowitsch Aiwasowski,  Der Golf von Neapel,1841
© The Peterhof State Museum-Reserve, St. Petersburg, 2010 (Ausschnitt)
Iwan Konstantinowitsch Aiwasowski, Der Golf von Neapel,1841
© The Peterhof State Museum-Reserve, St. Petersburg, 2010 (Ausschnitt)

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