
Im Winter 2010/11 präsentieren das Bank Austria Kunstforum und die Sammlung Verbund gemeinsam die erste posthume Retrospektive zum Werk von Birgit Jürgenssen (1949-2003). Die in Wien geborene Künstlerin zählt zu den international herausragenden Vertreterinnen der feministischen Avantgarde. Ausgehend vom emanzipatorischen Potenzial des Surrealismus, inspiriert von der Freudschen Psychoanalyse und im Dialog mit dem gesellschaftskritischen Diskurs ihrer Generation entwickelte sie seit dem Ende der 1960er Jahre eine vielschichtige und stilistisch mannigfaltige Kunst.
Im Herbst 2010 präsentiert das Bank Austria Kunstforum die erste umfassende Ausstellung über Frida Kahlo in Österreich. Der Mythos der mexikanischen Künstlerin hat globales Format angenommen; Frida ist eine Ikone mit Starcharakter: Identifikationsfigur der mexikanischen Kultur, Vorreiterin der feministischen Bewegung, Marke einer großen Merchandising-Maschinerie, schillernd exotische Filmvorlage für das Hollywoodkino.
©Paul Cézanne, Pichet de grès (Steingutkrug), 1893
© Fondation Beyeler, Riehen/Basel
Ab Februar 2010 zeigt das Bank Austria Kunstforum eine »kulinarische« Ausstellung, die sich der über die Jahrhunderte gewandelten Alltagskultur des Essens und Trinkens widmet – ein Thema, das im gleichsam »marginalen« Genre des Stilllebens seine weitreichendste Entfaltung erlebt.
©Gerhard Richter, Wiese, 1983
© Sammlung HypoVereinsbank - Member of UniCredit Group
©Heinrich Reisenbauer, Sonnen, 2002
© Privatstiftung - Künstler aus Gugging
Vom 27. Mai bis 28. Juni präsentiert das echo medienhaus Hauptwerke der Künstler aus Gugging im Bank Austria Kunstforum.
©Georges Braque, Paysage de Provence L´Estaque, 1907
© VBK Wien, 2008/09
Im Winter 2008 präsentiert das Bank Austria Kunstforum eine groß angelegte Retrospektive zu Georges Braque, diesem bedeutenden Wegbereiter der Avantgarde. Es wird dies nicht nur die erste Retrospektive in Mitteleuropa nach nunmehr zwanzig Jahren sein, sondern die erste Präsentation von Georges Braque in Österreich überhaupt – 45 Jahre nach dessen Tod.
©Man Ray, Portrait of Meret Oppenheim, 1933
© VBK Wien, 2007/08
Im Herbst 2008 präsentiert das Bank Austria Kunstforum 270 Highlights der Sammlung FOTOGRAFIS. Nach über zwei Jahrzehnten – die letzte FOTOGRAFIS-Ausstellung fand im Jahr 1986 statt – kehrt die internationale Fotografie in die Ausstellungsräume an der Freyung zurück. Die Bank Austria besitzt mit der 1976 gegründeten Sammlung FOTOGRAFIS eine der frühesten und herausragendsten Foto-Kollektionen in Europa. Die Ausstellung »FOTOGRAFIS collection reloaded« setzt sich die Aktualisierung fotohistorischer Positionen zum Ziel: Stil-Strategien des Piktorialismus und der Neuen Sachlichkeit von einst werden rezenten Arbeiten, die als Leihgaben die Ausstellung ergänzen, gegenübergestellt. Alfred Stieglitz etwa tritt in Dialog mit Andreas Gursky, Albert Renger-Patzsch mit Candida Höfer und James Welling.
Diese Ausstellung des Bank Austria Kunstforums fokussiert ein zentrales Thema der modernen Malerei: die Abstraktion. Der zeitliche Bogen spannt sich von den Pionieren der Moderne, wie Claude Monet, Wassily Kandinsky oder Kasimir Malewitsch, über die Protagonisten des Abstrakten Expressionismus mit Mark Rothko oder Willem de Kooning bis zu den aktuellen Positionen eines Gerhard Richter, eines Brice Marden oder eines Sean Scully. Unterschiedliche Themenstränge, die entwicklungsgeschichtliche, stilistische und formalästhetische Kriterien vereinen, strukturieren das Ausstellungskonzept. Wahlverwandtschaften, Traditionen, Analogien und Differenzen zwischen verschiedenen künstlerischen Werken unterschiedlicher Generationen, die den elementaren Stellenwert und die Aktualität der Abstraktion für die Malerei unterstreichen, werden so vor Augen geführt.
©Léon Frédéric, Fragrance, 1894
© VBK Wien, 2007/08
»Die wesentliche Eigenschaft der symbolistischen Kunst besteht darin, eine Idee niemals begrifflich zu fixieren oder direkt auszusprechen«, schrieb der Dichter Jean Moréas 1886 in seinem Manifeste du Symbolisme. In Frankreich und Belgien, der Wiege des literarischen Symbolismus, wurde auch die symbolistische Malerei geboren. Ihre Protagonisten waren nicht nur durch die künstlerische Ausdrucksweise verbunden, sondern vor allem durch eine Geisteshaltung, innerhalb derer die Vorstellungskraft eine wichtige Rolle spielt. Der Symbolismus ist geprägt von der konstanten Auseinandersetzung mit den Grenzen zwischen Realität, Traum und Zweifel, mit Dauer und Vergehen, mit Erlösung und Untergang. Auch ein enger Zusammenhang von Dichtung und Bildender Kunst und der Hang zum Gesamtkunstwerk bestimmen den Symbolismus, der Malerei, Schmuck, Arbeiten auf Papier, Kunstgewerbe und Möbel umfasst. Kostbare Materialien in perfektester und aufwendiger Verarbeitung, eine elegante, lineare Formensprache und eine melancholische und träumerische Gesamtstimmung kennzeichnen die dem Jugendstil so verwandte Kunstrichtung.
©Gabi Trinkaus, SI, 2006
© Sammlung BA-CA
Unter dem Titel »wann immer vorerst« öffnet die nächste Ausstellung im BA-CA Kunstforum am Dienstag, 4. September ihre Tore und präsentiert Werke aus der Kunstsammlung der Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) - einer der bedeutendsten privaten Sammlungen österreichischer Kunst nach 1945.
Die BA-CA Sammlung ist das Resultat einer intensiven 60jährigen Sammlungstradition. Die Schwerpunkte der BA-CA Sammlung liegen auf der Malerei, der Fotografie und dem Aktionismus. Seit 2003 legt die BA-CA auch ein besonderes Augenmerk auf den vielfältigen und sehr spannenden Kunstmarkt in Zentral- und Osteuropa.
→ BA-CA Kunstsammlung
©Egon Schiele, Stehende Frau in Rot, 1913, Privatsammlung
© VBK, Wien, 2006/07
Im Frühjahr 2007 präsentiert das BA-CA Kunstforum eine außergewöhnliche Ausstellung zu einem der wirkungsmächtigsten Topoi der Moderne: Der Erotik.
Die Auseinandersetzung mit allen Formen und Spielarten des Eros – mit Liebe, Leidenschaft und Lust, Begehren, Vereinigung und geheimen Sehnsüchten – war und ist einer der grundlegenden Impulse für die künstlerische Inspiration.
©Der Akrobat, 1914
© VBK, Wien, 2006
Im Herbst 2006 zeigt das BA-CA Kunstforum eine Ausstellung, die sich der bedeutendsten Werkphase Chagalls widmet, den Jahren bis 1922, in denen er seinen einzigartigen Beitrag zur Kunst der klassischen Moderne leistet. Chagall eint in seinem Werk die formalästhetischen Errungenschaften der Pariser Avantgarden mit der wilden zärtlich-poetischen Erzählfreudigkeit seiner russischen Heimat. Die Ausstellung vereint über 100 Werke dieses wohl berühmtesten Exoten der Kunstgeschichte.
Das BA-CA Kunstforum setzt mit der Ausstellung »Markus Lüpertz« im Herbst 2006 die Reihe der Präsentation zeitgenössischer Maler fort. Etwa 60 Gemälde, Arbeiten auf Papier und Skulpturen geben einen vielfältigen Einblick in das reiche Schaffen des großen deutschen »Malerfürsten«. Dabei wird ein Spannungsverhältnis zwischen älteren Schlüsselwerken ab den 1960er Jahren und aktuellen Arbeiten ins Zentrum der Ausstellung gerückt.
Von März bis Juni 2006 zeigt das BA-CA Kunstforum die Sammlung Ulla und Heiner Pietzsch. Es ist dies eine Fortsetzung der erfolgreichen Präsentationen von Privatsammlungen, die bis dato unentdeckt und der Öffentlichkeit vorenthalten waren: Die Schweizer Stiftung und Sammlung Weinberg 1996 (Degas – Cézanne – Picasso), die Sammlung von Bernard Picasso, dem Enkel Pablo Picassos, 2000 (Picasso. Figur und Porträt), die Sammlung Im Obersteg, Herbst 2003.
©Andy Warhol, Self-Portrait (blue)
© VBK, Wien, 2005
Prominenz ist ein relativ neues Phänomen, das sich aus der Überhöhung individueller Lebensentwürfe durch die Netzwerke der expandierenden Medienuniversen erklären lässt. Zwar gibt es schon seit dem Mittelalter Künstler, die man im heutigen Sinne als "Stars" bezeichnen könnte. Doch erst seit dem 20. Jahrhundert stehen die kommunikativen Mittel zur Verfügung, um Künstler zu überlebensgroßen Figuren zu stilisieren. Gleichzeitig schaffen die Medien populäre Ikonen, die ihrerseits wieder zum Objekt der künstlerischen Darstellung werden können - wie bei Andy Warhol.
Leinwandbilder und Bildzyklen, in denen der Künstler zu einer neuen Ausdruckskraft der Malerei und des Figurativen gefunden hat. Wie nie zuvor lotet Attersee in den großen Leinwänden der jüngsten Zeit die Bruchstelle zwischen informeller, frei fließender Malerei und der Erzählkraft des Figurativen aus. Die Ausstellung schließt an die große Schau des Amsterdamer Stedelijk Museums im Jahre 2002 an.
©L’Homme au chapeau melon
© VBK, Wien, 2005
Magrittes magisch-konzeptuelle Bildfindungen der 1920er bis 1960er Jahre lassen in verschlüsselten und überraschenden Assoziationen das Konventionelle ins Rätselhafte umschlagen. Sie illustrieren zudem sowohl seinen Dialog mit Dada und dem Surrealismus als auch seine Schlüsselposition als unerschöpfliche Inspirationsquelle für die Kunst nach 1945, für Pop-Art und Concept-Art.
Willem de Koonings facettenreiche Malerei changiert stets zwischen den Polen der Figuration – wie etwa in den bekannten Women-Bildern – und der gestischen Abstraktion, die mit Action Paintern wie Jackson Pollock und Franz Kline stark in Verbindung steht.
Ab 15. September 2004 zeigt das BA-CA Kunstforum eine umfassende Ausstellung über die polnische Malerin Tamara de Lempicka. Bekannt geworden ist sie vor allem durch ihre Bilder, mit denen sie das Flair und den Life Style des Art Deco einfängt wie niemand anderer.
©Riegsee-Dorfkirche
© VBK, Wien, 2004
Die hochkarätige Schau verfolgt Kandinskys Weg in die Abstraktion.
©Kleine Aloha
© VBK, Wien, 2003
Im Winter 2003/04 hat das BA-CA Kunstforum erstmals in Österreich eine umfangreiche Personale von Roy Lichtenstein, einem der entscheidendsten Vertreter der amerikanischen Pop Art präsentiert.
©Self Portrait
© VBK, Wien, 2003
Die Sammlung Im Obersteg ist geprägt von engen, oft freundschaftlichen Kontakten der Sammler mit den Künstlern. Und es ist vor allem auch dieser persönliche, emotionale Zugriff auf die Kunst, der den Charakter dieser einzigartigen Kollektion ausmacht. Das BA-CA Kunstforum zeigt eine Auswahl von mehr als 80 Gemälden, Arbeiten auf Papier und Skulpturen aus dieser Sammlung.
Der italienische Futurismus ist innerhalb der frühen Avantgarden die wohl radikalste Bewegung. Kompromisslos und spektakulär in ihrem Auftreten erneuerten die italienischen Futuristen um Filippo Tommaso Marinetti nicht nur das bildkünstlerische Konzept der Moderne, sondern traten auch für einen erweiterten Kunstbegriff ein. Die bisher einzige Ausstellung der italienischen Futuristen in Österreich datiert ins Jahr 1912 und ist heute vergessen.

Iwan Konstantinowitsch Aiwasowski, Der Golf von Neapel,1841
© The Peterhof State Museum-Reserve, St. Petersburg, 2010 (Ausschnitt)